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Interessanter Thread in BuBe's Forum und die Fragen und Antworten daraus....

http://www.hansebubeforum.de/showtopic.php?threadid=5994&pagenum=3&time=1138747466&s=14f0110ebd0a9729bd84c3398faa4ccb

Es wurde ja schon über alles was da oben so steht ausführlich geschrieben, beschrieben und diskutiert, unter anderem hier:

http://www.hansebubeforum.de/showtopic.php?threadid=3398&s=c97c6b80039fbdf2798f3c6d65a54c2f

Also: ich beginne nochmal wie ich im Thread geantwortet habe so das man einen "Anschluss" hat: 

Renato trifft das schon recht genau worüber er sich da so ausführlich Gedanken macht, lest das ruhig nochmal genauso durch, das ist nicht verkehrt!

Mit den 90% "wiederverwertbarem" kommt man zwar meist nicht ganz hin, gehen würde jedenfalls aber noch so einiges und wie einige User hier Schreiben haben auch diese ja schon versucht diesbezüglich "nachzuhaken", scheinbar ohne Erfolg.

Mal ein Beispiel, allerdings ganz abgesehen von der finanziellen Machbarkeit:

Ein LR 1750 wäre zwar nicht unbedingt "drin" aber wenn man den Kompromiss mit den neuen LTM Hütten auf den Uraltchassis sieht (und hinnimmt) kann man sich sehr gut Vorstellen das man auch hier Komponenten aus vorhandenem hernimmt um die Formenkosten so gering wie möglich zu halten und eben nur den "plumpen" Stahlbau ins Modell umsetzt. Es wäre dann aber zwar mit Abstrichen aktuell und doch was neues. Allerdings noch immer nicht vergessen: das kostet auch Geld und wenn keins da ist geht halt auch so etwas nicht wobei ich wieder sofort in Richtung Renatos berechtigten Einwand schiele das anderes eben auch Geld kostet!

Und ganz aktuell während ich das hier schreibe und im Forum mitlese: alle anderen machen eben auch Landwirtschaftsmodelle etc., keiner aber solche Baumaschinen, Krane und Schwerlaster wie das Kibri bislang gemacht hat und nach wie vor "Vorreiter" ist. Das ist hier und im Forum nun mal eine Kran und Schwerlastgemeinde, die sogar meiner Meinung nach in den letzten Jahren dank Windkraft wieder kräftig an Fans zugelegt hat die auch "bedient" werden wollen, ganz klar, oder?

Und da kann man Hans absolut verstehen und was er schreibt denken sicher viele andere auch, Zitat: Diese "Zielgruppe" hat sich KIBRI selbst aufgebaut. Genau diese lässt Sie jetzt schon mehrere Jahre am langen Arm verhungern.

Ein eingefleischter Kranmodellbauer kauft sich keine X Traktoren nur weil es keine Kran gibt...Unrecht hat er damit keinesfalls!

Sofern aber andere Modellprodukte und Sparten den besseren Umsatz bringen so ist das doch okay und so sollte es ja schließlich auch sein (Herpa produziert nun sicherlich auch keine Baumaschinen und Schwerlaster aus Charitygründen) , man muss das machen was "geht" und nicht nur was ein paar "versprengte" sich so ausmalen;-). Nur machen dann Doppelentwicklungen, Nischenprodukte oder Modelle die man sich nur einmal zulegt oder gar Fantasiemodelle wirklich Sinn? Und das noch in so schwierigen Zeiten wie diese?

Wie schon gesagt, der Einwand von Hans Hügle (Post 075) ist demnach wirklich gut zu Verstehen, "Volkes Stimme" sozusagen. Das heißt wiederum nicht das die wirtschaftliche Situation damit unter den Tisch gekehrt wird, im Gegenteil, was ich in verschiedenen Foren immer öfters herauslese so gibt es mittlerweile größeres Verständnis und Respekt für die Situation im Moment und vor dem was die Mannen aus BB bislang so alles auf die Beine gestellt haben, das war nicht immer so. Das wiederum hat aber absolut nichts mit der Modellpolitik an sich zu tun.

Also, was nicht geht, geht nicht und das muss man respektieren, ganz klar! Warum es nicht geht und vor allem wie es dazu gekommen ist kann man zwar Mutmaßen aber nicht Behaupten. Wenn anderes wie die hier nun oft angesprochene Landwirtschaftssparte und/oder alles andere natürlich mehr der Renner ist muss man das so stehen lassen und in jedem Fall absolut so akzeptieren.

Und Vorschläge wie Metallhacken etc. die es tatsächlich bei Bastian gibt sind nicht wirklich Vorschläge, solche Teile wie Hacken gibt's schon so und so zum Modell, zwar aus Kunststoff aber sehr fein dafür. Da muss ich schon mal fragen was das soll!

Was die Klebefolien angeht so muss man sagen das diese schon seither kritisiert wurden und nicht nur von den Kranfreaks. Fragt mal die Bahnfraktion was die davon halten ihrem wirklich megatollen Stopfexpreß und den anderen Geräten mit der dicken Folie zu verschandeln? Klar gibt’s auch hier Bastian und andere, die wiederum sind Kleinserienhersteller und mehr auf die Spezialisten gemünzt. Vergessen sollte man dabei nämlich eins nicht:

Ein Modell aufzupeppeln und zwar mit diesem und jenem geht nicht nur ins Geld sondern überfordert auch den ein oder anderen. Nicht das hier was falsch rüberkommt, ich sehe mich selbst als so genannten "Spezialisten" der weder Kosten und Mühen scheut meine Modelle dem Original so weit als möglich nahe zu Bringen. Ich bzw. wir haben aber dennoch und sehr immer versucht das so "mit voran zu Treiben" und gefordert um genau der "Masse" ein Modell in die Schachtel zu Packen die dann nicht damit "überfordert" waren!! Und genau diese "Masse" bringt bzw. brachte solchen Firmen wie Kibri den so wichtigen Umsatz!

Ich lese immer wieder das zahlreiche Vorschläge (finde ich natürlich überaus wichtig und Klasse!) gemacht werden und dies und das aus den vorhandenen Modellprogrammen zu optimieren:

Ich wüsste ehrlich gesagt im Moment absolut nichts was schon jahrelang als Vorschläge und gar als Muster in Wort, Bild ausgearbeitet und Dokumentiert ausführlich dort in BB nicht vorliegt. Zwar im speziellen beim Kran und Schwerlastbereich und den Baumaschinen, aber nicht nur ausschließlich. 

Was den größeren Wunsch nach mehr Angebot zum Verkauf/Angebot von Einzelteilen betrifft: das ist nur ein Nischen bzw. Abfallprodukt für so eine Firma, leben kann man von den reinen "Umbauern" sicher mal nicht zumal die Tendenz mehr zum Sammeln, Umstecken und Farbvarianten horten geht!

Ich gebe auch Kalla recht (Post 061) das da schon schöne neue(re) Sachen gibt und im allgemeinen nicht zu vergessen ist das es ohne Kibri fast alles garnicht gäbe. Man kann auch echt froh sein das es überhaupt noch Modelle und sogar wieder "alte" Modellvarianten bekommt. Allerdings gibt's bzw. gab's diese "schönen neuen" Sachen meist auch ähnlich oder sogar GLEICH schon von anderen Herstellern. Das aber oft dann noch Jahre zu spät das eben auch mit Kosten verbunden ist die man besser in ein Highlight (und wenn's nur ein kleines ist) investiert. Ich meine das ganzganz allgemein und immer mit dem Augenmerk auf die wirtschaftliche Situation der Firma gerichtet. Allerdings darf man die wirtschaftliche Komponente dann doch nicht immer "vorschieben" sondern versuchen auch mal wieder andere Wege zu gehen und sich zu besinnen wie alles mal begann, denn so schlecht war das nicht. Ansätze und Möglichkeiten gab's ja schon genug.

Man kann tatsächlich froh sein das es Kibri so noch gibt und was sie die ganzen langen Jahre zum HO Spezialfahrzeugsektor beigetragen haben ist schlicht nicht weg zu Leugnen, keine Frage, oder? Und man kann schon dies und jenes sagen, manches ist sicher unbequem oder gar ungerecht. Aber nur schönreden um dann alles zu tolerieren auch was nicht so ganz "Prima" ist um ja nicht an zu Ecken, nach dem Motto wer weiß für was das noch mal gut sein kann! Nein, produktiv kann das jedenfalls nicht sein...eher im Gegenteil, sorry. Dann "Ecke" ich halt lieber manchmal an, auch wenn der "andere" der vermeintlich einfachere Weg ist....Ich weiß von was ich spreche und Kritik muss ja nicht immer rein nur als was negatives empfunden werden, was anderes ist halt natürlich wenn maßlos auf wem oder was herumgehackt wird. Deshalb muss und darf man aber dennoch einen offenen Dialog dazu führen dürfen (auch hier!!) wie das auch Stephan in seinem Post 063 genauso wie auch anderes ganz richtig anmerkt...

Und andere die nun so tun als wäre das alles nicht so um ggfls. auf dem Kibri Kielwasser mitschwimmen zu können sei gesagt: diesen meisten schert das Rumpfprogramm aus dem Grund eigentlich nicht weil es Um und Eigenbauer sind, dem da draußen der ein schönes und/aber auch verhältnismäßig aktuelles Modell möchte ist damit allerdings keine Rechnung getragen!

Jedenfalls: KIBRI gibt es lieber noch "so" wie im Moment als überhaupt nicht mehr!  
Da liegt mir nämlich persönlich sehr viel dran und das sage ich aus reiner Überzeugung, brauche ich doch nicht mehr durch irgendeine Hintertür auf dieses Pferd aufzuspringen...;-)

Lieben Gruß

Michael  


Zugrundlage der Thread im Hansebubeforum "KIBRI Raupenkran 13013":

http://www.hansebubeforum.de/showtopic.php?threadid=3178&pagenum=lastpage&s=9b85fec180a87425f4b291a17171ec2e#bottom

Als "Eingang" möchte ich nochmals Josef Peters zitieren:

Guten Morgen Michael,
ja, es ist schade, dass diese Infos nicht mehr mitgeliefert werden. Es ist wahrscheinlich zu aufwändig und damit zu teuer, die Firmen müssen sparen oder Leute entlassen oder beides. Auch eine ostdeutsche Modellbahnfirma, die früher eng mit den Modellbahnern zusammen gearbeitet hat und alles! mit ihnen besprochen hat, verzichtet heute auf solche Zusammenarbeit und macht das in eigener Regie mit dem gleichen Ergebnis wie bei Kibri, es wird einiges am Modeller vorbei produziert. Man guckt nach den USA, was wird dort gebraucht, bzw. was kann man da verkaufen mit geringstem Aufwand, und das wird dann hergestellt. Kann man mit Farbe ein angenähertes deutsches (europäisches) Modell erzeugen, dann kommt das auf den Markt, siehe auch Modellbahnen (Märklin und Co).
Aber wenn das alles nicht wäre, müssten keine Bücher darüber geschrieben werden und, was noch schlimmer wäre, wir hätten im Forum (fast) nichts mehr zu diskutieren.
Gruß aus Trier

Josef

Ja Josef,

ich geb Dir da schon im großen und ganzen recht, was aber die Kosten angeht, da kann ich Dir schon sagen das es daran sicher nicht gelegen hat. Ich weiß zwar nicht was bei anderen Firmen da so "aufgerufen" wird, bei den Bahnern soll's wohl so sein das da garnix über den Tisch aus dem Archiv/Wissen/Kontakte geht ohne die große Rechnung aufzumachen. Da lässt man sich sein Wissen teuer bezahlen, so zumindest habe ich das immer wieder gehört.

Es ist zwar sicher aufwendig, aber es muss deshalb ja nicht teuer sein. Wenn man das als Hobbyist macht und sieht das dann noch entsprechend professionell, kommt alles ja auch einem selbst irgendwie zu Gute. Man macht das halt gern und mit Herzblut, anders geht das nicht dann sollte man lieber gleich die Finger davon lassen.

Man ist/war ja immer bestrebt aus vorhandenem das maximale heraus zu kitzeln und klar hingen da auch eigeninteressen dran, es ging ja schon auch um das eigene Hobby aber nie ohne ein Augenmerk auf die Modellbaukollegen und deren Interessen zu verlieren. Ebensowenig die Interessen der Hersteller im Original wie im Modell. Genau deshalb war es eher zweitrangig auf Kosten zu schauen, vielmehr war man bestrebt das es immer wieder weitergeht. So etwas macht man ja gerade nicht mal nebenbei und hinterher ist es einem Piepegal was daraus wird, dafür hatte man sich dann doch sehr mit der Materie beschäftigt und sich jahrelang entsprechend hineingekniet. Da lässt man ungern so einiges "Plattgehen"!!

Ich z.B. wäre der allerletzte gewesen der gesagt hätte: Hey, wie es läuft wirtschaftlich nicht so toll...na dann Jung's, seht mal selbst wie ihr klar kommt, mein Hemd ist mir nämlich näher wie das Eure. Es hat jedenfalls nie was geschadet gewisse Dinge mitzubegleiten, vielleicht für den ein oder anderen zu viel, das kann schon sein. Erstens gibt es ne Menge Leute die sich überfordert fühlen wenn jemand Input einbringt oder gar um sich selbst auf die Fahnen zu heften...hey, das kann ich auch noch, das hätte auch von mir sein können, vom Neid und der eigenen selbstüberschätzung mal ganz abgesehen.

Es ist halt so wie fast überall: Gewisse (auch Denk)-Strukturen sind bei klarem Menschenverstand manchmal nicht gerade logisch nachvollziehbar. Oben sprach ich von professionellem sehen, professioneller Ansicht: Es kann auch durchaus sein das es für manchen dann doch zu professionell geworden ist, es kam einem schon Stellenweise so vor.

Sehr Schade eigentlich....

Was ich hier ausführe bezieht sich übrigens auf ganz allgemeine Lebenserfahrungen aus meine jahrelangen selbständigen Arbeit in meinem Betrieb genauso wie Erfahrungen aus über 20 Jahren Motorsport, wo ich und meine Jung's es auch (und zwar auf ganz hoher professioneller ebene) mit Dingen rumschlagen musste die einem fast zur Verzweiflung brachten und manchmal nur noch Kopfschütteln auslösten. Ansonsten hätte man des öfteren den ganzen Krempel einfach hingeschmissen. Aber wie gesagt: wenn man was besonderes Will muss man auch besonders dafür Kämpfen und das schmeckt manchem eben nicht. So ist das dann auch im "Hobbybereich", wie gesagt....

sehr Schade eigentlich....

Dennoch: von nix kommt nix, Basta;)...


1. warum ein Vorbild der Fa. Baldwins...

...deshalb gewählt um den Modellen aus Böblingen damals endlich mal einen internationaleren Hauch zu geben, sicher und absolut nichts gegen Riga, Thömen, Schmidbauer und Co, ganz im Gegenteil aber die deutsche Kranindustrie arbeitet ja auch weltweit! Also was lag für mich gedanklich näher: wie im Original so auch im Modell. Außerdem kurbelt man den Absatz weltweit sicher mehr an in dem man auch mal Länderspezifisch was herausbringt, was nützt dem Fan in den USA oder Japan ein Buller Kran wenn man vor der eigenen Haustür nur Anthony/USA (heute MaXim/USA und der erste LTM 1800 überhaupt in den USA der aber damals seitens Anthony als LTM 11000 vermarktet und bezeichnet wurde. Später dann nannten sich die UK LTM 1800 D -Telederrick- Geräte von Baldwins und Ainscough ebenso LTM 11000 !!) oder MIC/Japan kennt und sich -wie wir sicher fast alle hier- vom Original inspirieren lässt und sich mit dem Original in seinem Land und Haustür so richtig identifizieren kann ?

Solche Gedankengänge müssten eigentlich von schlauen Marketingstrategen und Produktmanagern kommen, die aber können und/oder wollen sich in solche Themen nicht hineindenken. Das können dann eher die Praktiker die sich selbst mit diesem Metier in Verbindung mit dem Hobby und/oder berufsmäßig auseinandersetzen und ihr Herzblut und das Ohr am Modellbaukollegen genauso haben wie am Originalhersteller und den Betreibern deren aller Interessen ja gewahrt werden sollten.

Außerdem wird immer nur gelb-schwarz oder rot-schwarz mit der Zeit langweilig und dann kauft es auch keiner in Deutschland mehr, ich wollte da auch einfach mal etwas das Kibritypisch konservative herausnehmen, zumal Baldwins zeitweise und zeitnah 3 LTM 1800 in Betrieb und ich einen sehr guten Informanten (Greetings Steve...) hatte der mich außer dem Werk selbst mit Infos und Detailfotos versorgte ohne die so ein Projekt nicht auf die Füße kommt.

2. Baldwins auch deshalb....

....weiße Farbgebung, schon lange gewünscht bei Kranen zwecks Umlackieren etc. aber bis dato damals von Kibri nie umgesetzt.

Wo ich damals tatsächlich bewusst etwas geschummelt habe:

Ich habe das Muster mit WEISSEN Stützen abgegeben und so wurde das dann auch im Serienmodell umgesetzt. Der zweite LTM 1800 bei Baldwins, nämlich genau dieser "Telederrickfähige" hatte noch die alte Kabine und eigentlich blaue Stützen wie der gesamte Uw.

Das war das augenscheinlichste "falsche" Merkmal bei diesem Modell No. 10912 bzw. 13000 was ich aber wie gesagt bewusst in Kauf genommen habe.

Der erste Baldwins LTM 1800 dagegen hatte weiß-blaue Stützen analog z.B. Schmidbauer gelb-silber.

Der Hintergrundgedanke: weiss lässt sich schlicht einfacher in blau Umlackieren als umgekehrt, es ließen sich also ohne viel Mühe alle Baldwins Varianten abdecken und zudem noch viele weitere andere wie Breuer etc., das blau lässt sich eben auch eher in hellblau z.B. Umlackieren wie z.B. ein schwarzes Chassis.

Ganz schön viele Gedankengänge für einen der eigentlich "nur" eine Idee in ein Muster umsetzen sollte oder?? Es hat zwar auch hier viele Nerven und Überzeugungskraft gekostet, aber das Resultat und daß das Modell dann überhaupt in Serie gegangen ist sprach dann für sich selbst, bis heute, denn:

Das Modell scheint mal wieder ausverkauft wenn man anscheinend nur noch schwer einen Bausatz bekommt...und das bei nun mehreren Auflagen des Modells, -war wohl doch nicht der schlechteste Vorschlag und das dazugehörige Muster von mir-;). Das Originalmuster habe ich am Rande bemerkt auf der Kölner Modellbahnmesse ende 2004 fotografiert, bei mir hier kam ich damals nicht mehr dazu, es wurde auf den letzten Drücker kurz vor Abgabetermin erst spät nachts fertig. Es sieht nach wie vor Klasse aus da lackiert und ordentlich beschriftet und nicht nur wie so vieles aus dem Kasten zusammengeschustert, ausgestellt und Basta! Das ist als Eyecatcher für den Kunden auch sehr wichtig, das Auge isst nämlich auch hier mit, kann einer sagen was er will!

Resümee:

Es kommt halt wie überall auf die jeweiligen Berater an und wie die sich dann da hineinknien, sich selbst auskennen und auch das Ohr an dem Modellbauer oder Hobbykollegen haben, die Industrieinteressen nicht zu vergessen. Nicht jeder sogenannte "Berater/Mustermacher" etc. hängt da sein Herzblut mit hinein wenn er überhaupt welches für die jeweilige meist spezielle Sparte hat, das ist leider so.
Allerdings: was nützt die beste Beratung wenn der die Produktmanager oder verantwortlichen keinen Sinn oder das entsprechende Ohr dafür haben....

Theorie und Praxis liegen auch hier um Welten auseinander, auch die Vorstellungen -sofern es überhaupt welche gibt- der Hersteller. Das ist auch wiederum nicht zu Verdenken, der "Laden" muss ja am laufen bleiben und dafür braucht man eben Kaufleute, Manager usw. die ihren "Part" erledigen sollten, aber das ist ein anderes Thema!

Wer weitere Fragen und Antworten zum diesem Thema hat dann bitte wieder im Thread/Hansbubeforum weiter posten, ich bin mal gespannt.....



Das Messemuster stellte den LGD 1800 Spacelifter alter Bauart da, ob der genauso zu realisieren ist möchte ich stark bezweifeln. Bis vor ca. 2 Jahren lag es nämlich in meiner Hand u.a. den/die LTM 1800/LG1550/LR1550 Reihe immer wieder aktuell zu halten und entsprechend dem Original zu modifizieren. Auch das Handmuster damals ist größtenteils auf meinem Mustertisch gewachsen, das Ur-Modell LTM 1800 wie vieles andere von meinem verstorbenen Freund Harri Bielski. Gewisse weitere Infos sind in diversen Foren und auf meiner HP zu lesen. Im laufe der Jahre sind eine Menge von logischen Details in die Modelle eingeflossen die so bislang komischerweise keiner so richtig wahrgenommen und mal betont hat. Wenn bei anderen Herstellern weitaus unkonsequentere Änderungen an einem Modell vorgenommen werden wird dies gleich zur Sensation gemacht.

Eine logische Konsequenz jedenfalls bei diesem Hersteller war bis vor geraumer Zeit die vorhandene Modellpalette immer wieder zu Erneuern, daran waren wir als so genannte "Berater" maßgeblich beteiligt. So hatte man ohne was neues auf den Markt zu bringen eine mit dem Original wachsende Variante und die Urform immer wieder "ausgenutzt" bzw. "Aufgemotzt" sozusagen. Besser hätte das nicht seien können, man sieht was für eine gute Wahl der LTM 1800 damals war. So wurden die Modelle immer so gehalten und die Änderungen von mir so ausgetüftelt das man immer wieder auch zur "alten" Variante zurückkehren kann. So ging das bis zum Grohmann LTM 1800, der Sachbearbeiter setzte immer die besprochenen Änderungen in Rücksprache mit mir direkt um und ging es beispielsweise nur um ein Originales Nummernschild aus England von Baldwins z.B. für die Beschriftungsbögen im Bausatz.

...Mein Hobbykollege Steve aus UK um nur mal einen zu Nennen versorgte mich dann mit Info's. Alle anderen lieben Unterstützer und Helfer nicht zu Vergessen bei der Gelegenheit ich mich hierüber einmal ganz herzlich bedanken möchte!...

Das ist von daher wichtig ich z.B. die ganzen Bauphasen im Original mit studiert und mit verfolgt habe. Vom Wunsch der Originalhersteller über den Modellfan bis hin zu den Interessen des Modellherstellers. Ein Mitarbeiter der so etwas in eine Zeichnung und Planung mit einzubeziehen hatte ist ja meist nicht mit dem Insiderwissen und dem Interesse beseelt wie jemand der so was auch als Hobby und dessen Interessengebiet lebt. Passierte das nicht, dann wurde ggfls. ein wichtiger Ast so abgeändert das eine ältere Variante nicht mehr möglich war, evtl. rein aus Unwissenheit und oft unwiederbringbar. Wiederbringbar nur dann als unnötige Doppelentwicklung mit nicht gewollten Kosten verbunden die man eigentlich vorher verhindern wollte. Allerdings möchte ich anmerken wenn man auch mit etwas liebe an eine Modelländerung heran geht passiert so etwas eigentlich auch nicht. Die entsprechend wissenden und Ansprechpartner waren ja vorhanden und mussten bei Unklarheiten nur kontaktiert werden.

Bis zum Baldwins LTM 1800 "Telederrick" ging das noch gut und reibungslos, die Veränderungen wie neue Oesen etc. und endlich die Halter für die Zentralballastplatte wurden in der Form angepasst, sogar nun endlich die schon lange am Original verbreiteten 2,50er Ballastplatten. Abnehmbare Dinge wie Seitenbleche etc. bekamen einen neuen "Ast" (No.1403) bzw. wurden sinnigerweise an freien Stellen vorhandener Äste erweitert. Der Grohmann LTM 1800 war der nächste Step und auch von mir (im Beipack endlich der Nooteboom Ballasttrailer den sich viele Modellbauer schon Jahre wünschten und der einfach nicht durchzusetzen war)!

Die gute Detailvorarbeit ermöglichte nun den Kran mit neuem Motoraufbau und Verkleidungsblechen zu bestücken, alle anderen Details am Ow. waren ja vorher schon eingeflossen. Fein detailliert an einem neuen Spritzling an dem auch die neuen "Kragen" für die neuere Mastausführung u.a. Telederrickbetrieb waren. Geplant war dann natürlich diesen Spritzling immer mit beizupacken, hatte dieser ja die obligatorischen Faceliftteile der neueren Generationen. Beim Attollo-Grohmann Kran wurde dieser schlicht vergessen, warum ?? Es gab wohl keinen der es umsetzen und Deuten konnte, ganz einfach. Diejenigen es wussten und mit entwickelten zog man nicht zu rate. Auch die neuen Facelift Uw.-Führerhäuser waren ja schon seit dem LTM 1160-2 da, auch das wurde vorher so schon bei der Planung dieses Modell's von uns mit einbezogen diese sofort so anzulegen um sie später beim LTM 1400+1800 verwenden zu können sonst hätten diese nie darauf gepasst.

Man sieht also was das eine Heidenarbeit und gründliche Recherche war. Ab dem LTM 1800 Modell (Grohmann) gab es keine Rücksprache mit dem altgewohnten Mitarbeiter mehr, was kam dabei heraus: der Originalast (No.1155) mit Motoraufbau wurde fälschlicherweise so abgeändert (okay so etwas könnte man ggfls. mit einem "Einleger" in die alte Form machen was ich mir in diesem Fall technisch nicht vorstellen kann) das zum einen der alte Motoraufbau dem neuen zum Opfer fiel anstatt den "neuen" woanders mit anzuspritzen, z.B. am zwangsläufig nötigen neuen Ast 1148. Kostengründe können da nicht relevant gewesen sein, musste ja die Form geändert werden und so etwas ist dann eben für immer und sicher Aufwendiger und teurer, schlechte Planung eben bzw. keine Ab. bzw. Rücksprache mehr. Die Verkleidungsbleche wurden in diesem Zug gleich auch noch am Ast 1167 abgeändert, völlig sinnlos da ja schon neue am neuen Ast 1403 von und mit dem altbekannten Mitarbeiter gemacht wurden. Diese stimmen und sind fein detailliert. Die abgeänderten sind danach völlig sinnlos und falsch, das schlimme daran: jetzt hat man doppelt, einmal Falsch und einmal richtig und die alte LTM Variante ab Schmidbauer, AKV, Thömen alt etc. lässt sich nicht mehr Originalgetreu darstellen.

Kompliziert oder..?? Für mich war es das nicht, habe ich mich jahrelang mit allen Facetten, Wünschen und umsetzungsmöglichkeiten der Originalhersteller, Endkunde (also der Sammler bzw. der Modellbauer) genauso auseinandergesetzt wie letztendlich mit dem Modellhersteller. Dabei eben noch persönlich viel Spaß an der Sache und Fachwissen über die Geräte gehabt und immer weiter daran gefeilt selbiges weiter zu Optimieren. Die guten Kontakte nicht zu vergessen. Ich möchte mir hier nicht anmaßen irgendwo in den Formenbau eingreifen zu können, dafür fehlt mir die Qualifikation. Aber ich weiß was ich weiß und jeder hat eben so sein Spezialgebiet, die einen die alles zusammentragen, die anderen die Zeichnen und wieder andere die das was vorne begonnen wurde hinten im Formenbau verwirklichen. Die meiste Arbeit war aus vorhandenem nochmals eine Steigerung raus zu Kitzeln und alles untereinander zu koordinieren. Das war und ist nicht ganz einfach und erfordert eine gehörige Portion Kraft immer wieder weiter zu machen, besonders wenn man (wie nicht unüblich im Leben) gegen eine Menge Windmühlen und interessenskonflikte kämpfen musste. Einen Modellvorschlag machen kann wohl hier jeder das ist nicht das Problem.

Danken möchte ich auf diesem Weg auf das in mich gesetzte Vertrauen und Unterstützung der Verantwortlichen über die ganzen Jahre und die daraus resultierenden Vorteile. Dadurch eröffneten sich für mich ungeahnte Einblicke und Möglichkeiten. Spaß hat es dennoch immer gemacht, auch wenn es so manches mal nicht immer ganz einfach war.

Nochmal nun der Auszug aus dem Forumthread von mir:

...Ich hab mir lange, sehr lange überlegt mich einmal über so etwas zu äußern das sicher nicht unbedingt an die Öffentlichkeit gehören mag. Auch ist das kein Seitenhieb an einen Hersteller, das wäre auch schlechter Stil. Die Verantwortlichen mit denen andere und ich Jahrelang prima zusammengearbeitet haben werden den Eigeneinsatz usw. auch sicher schätzen. Sicherlich macht man sich auch schnell mal unbeliebt da man ja auch Kritik übt oder eben um etwas voran zu Treiben einfach "nervig" sein muss, aber von nichts kommt eben nichts. Kommen dann ggfls. "neue" Leute und Ansprechpartner ins Spiel die meinen auch hier das Rad neu erfinden zu müssen und gar nicht abschätzen können oder auch wollen was in ihren Produkten für brutale Vorläufe, Arbeit und Background drinnen steckt treffen auch hier mal schnell "Fronten" aufeinander !! Von einer gewissen Stutenbissigkeit einmal ganz abgesehen. So etwas hört man aus Deutschland immer mal wieder und öfter gern von Jungmanagern etc. Die kamen, sahen und Versagten, die Unternehmensbereiche spielen da keine große Rolle....

Mit freundlichen Grüßen aus dem sonnigen Mainz

Michael Heigert


Auszüge des Forumthread's vom 25.03.2004 02:28 Uhr verfasst von Jörg...

Hallo,

mit großer Bestürzung habe ich von der Insolvenz der Fa. Kahl gehört.

Noch größer war meine Bestürzung über die Kommentare der "SCHWERTRANSPORTEXPERTEN" hier im Forum!!!!!!!!!!!!!!!
...
Ich finde es eine Frechheit, hier im Forum solche "XXXXXXXXXXXPAROLEN" über das WWW-Netz zu verbreiten!!!!!
Meines Wissens nach gibt es noch Außenstände die die Fa. Kahl in Höhe von 2 Millionen Euro noch von Kunden erhalten sollte!!!
...
Ich bin nicht in dieses Forum gekommen um "SCHMUTZIGE WÄSCHE ZU WASCHEN" jedoch sollte man bedenken, wieviel Arbeitsplätze+Familien von dieser Insolvenz betroffen sind!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Man sollte auch nicht die Pionier-Arbeit der Fa. Kahl im Bereich der Schwertrans-porte (1. Vier-Achser-Zugmaschine) vergessen!!????

Ich wünsche den Familien Kahl + ihren Mitarbeitern das sie nach abgeschlossener Insolvenz, mit ihren Ideen + Kompetenz in Bereich der Schwertransporte in gewohnter Weise ihre Arbeit fortsetzen können!!!!!!!!...

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...dem ist sicher nicht's hinzuzufügen, ich gebe ihm völlig recht, eine Sauerei!! Nicht nur ich habe mir über solche Themen und deren guten Töne im gleichen Forum den Mund oder besser gesagt die Hand franzlig geschrieben und das ein oder andere mal versucht darauf aufmerksam zu machen gewisse Dinge und Gegebenheiten mit Fairness zu behandeln und entsprechenden Respekt an den Tag zu Legen. Aber weit gefehlt, no Chance und eigentlich überflüssig das man sich die Mühe macht überhaupt darauf zu reagieren. Ich für mich hatte es eigentlich schon abgeschminkt zu, deshalb gebe ich hierüber meine Meinung dazu ab.

Es geht bei den Anmerkungen des obigen Forumthread's zwar speziell um die Fa. Kahl, ist aber treffend auch für andere Geschichten und Situationen gewisser Zeitgenossen. Lernen wollen daraus die meisten natürlich nichts, berufen sie sich doch auf die allgemeine Meinungsfreiheit und die Aussage daß das WWW so und so alles hergibt...sprich erlaubt ist. Es mag sein das die meisten Zeitgenossen die wunderbare Fähigkeit besitzen mit einem Dutzend Smileys ihre gesamte Kommunikation abzuwickeln, ist ja auch nicht schwer sich hinter so einem Monitor zu verstecken. Leider reflektieren sich solche respektlosen Verhaltensregeln stellenweise auch draußen bei den Firmen und Baustellen fort. Arm wird es auch dann wenn schon einer am Boden liegt demjenigen noch ein Messer in den Rücken zu Jagen...das ist halt sehr einfach aber eben überaus armselig. Besonders dann wenn so viel dranhängt wie der Verfasser oben beschrieben hat. Ob Geschäftlich, im Sport oder sogar privat, ich kann da auch ein Lied von Singen, auch was Außenstände usw. angeht und was das für Steine ins Rollen bringt wenn Familie, Mitarbeiter und sonstwas alles mit daran hängt, das ist nicht Lustig. Besonders schlimm zudem wenn man sich im guten Glauben an seine Partner, Weggenossen und sogenannte -sagen wir mal- Betriebsfreunde verlassen hat.

Ich habe übrigens gerade gesehen das in einem anderen Forum -von dem ich mir vorstellte das so etwas da nicht so Ausufern würde- nun auch dort sich dermaßen Verbal an den Kragen gegangen wird das einem schlecht wird. Da wird von Kindergartenmanieren gesprochen, mit recht! Wobei bei solchen Aktionen sich nicht nur jüngere beteiligen wie manche das gerne hinstellen sondern so genannte gestandene Kerle die aufgrund ihrer Erfahrung sich an solch lächerlichem erst garnicht beteiligen dürften. Oder hängt es doch an der guten Kinderstube..?? Meine beiden kleinen Töchter im Alter von 5+7 Jahren legen bislang solche Verhaltensweisen noch nicht an den Tag, eher im Gegenteil, das konnte ich denen bislang sogar als alleinerziehender ganz gut vermitteln!

Manche denken wohl echt wenn sie einmal einen Schwertransport gesehen und dann auch noch Fotografiert haben und mal hier oder sonst wo ihren Senf dazugeben durften einen besonderen VIP-Status zu haben oder was?? Modellbau hin, Hobby her !! Das ist bis dahin ja voll okay und soll bitte auch nicht falsch verstanden werden, jeder wie er es mag und braucht bzw. kann, aber bitte mit Anstand! Besonders wenn jeder wie in Foren öffentlich mitlesen kann und es um solche sensiblen Themen geht...

Apropo Anstand...da fällt mir direkt der nächste Kommentar dazu ein....


Vom 09.12.2003

Das ein LTM 1500 Umbausatz oder eben ein komplettes Modell an sich gewünscht und sicher guten Absatz hätte ist eigentlich klar, das Thema wie auch andere Wunschmodelle (zumindest was die HOer angeht) wurde ja schon oft angesprochen und diskutiert. Aber wie wollt ihr Gehör finden wenn direkt und sofort gesagt wird: für € 39,00 zwar recht teuer aber.....das berühmte aber eben! Erstens gibt es einen gehörigen Unterschied zwischen "teuer" und preiswert...der Name sagt es ja schon: eben seinen Preis Wert.

Ich kann mich darüber hinaus noch gut erinnern das hier übers Net diese Thematik nach Wunschmodellen an z.B. Kibri ähnlich war, da wurde ganz laut nach neuen Modellen geschrien, nur einen entsprechenden Preis wollte oder konnte so mancher dafür nicht Zahlen. Nicht nur mir ist klar das viele sich ihr Hobby vom Mund absparen und mit ihren Mitteln haushalten müssen. Da muss ich doch immer wieder auf die 1/50er Hersteller aber im besonderen auf deren Modellbauer und Sammler hinweisen, da sind ganz andere Preiskategorien angesagt. Sind die 1/50er Sammler etwa das vermögendere Klientel ?? Oder sogar generell hochwertiger einzuschätzen..also eine andere Klasse, größerer Maßstab höhere Klasse ?? Ich glaube es nicht aber an was hängt das dann ?? An den Industrieaufträgen..?? Ich glaube: nicht nur ! Auch eher wohl daran das die Hersteller und im Anhang deren Sammlerkunden anscheinend offensiver, energischer vielleicht sogar auch seriöser und mit eben dem richtigen Händchen an ihre Wünsche rangehen. Oder hängt‘s dann doch daran das es mehr Modellhersteller aus diesem Bereich bei den 1/50igern gibt?? Man weiß ja: Konkurrenz belebt das Geschäft.

Wieso macht Herpa jetzt dann so etwas in Richtung Baumaschinen und Schwerlast und und zwar sehr erfolgreich..alles Industrieaufträge ?? Kann man die 1zu87 (Kran)-Szene vielleicht nicht (mehr) für voll bzw. ernst genug nehmen..?? Was sicher ganz wichtig ist: die eigene Begeisterung für außergewöhnliche Maschinen und Geräte durch die Damen und Herren der Hersteller die am Ende entscheiden und sich dafür einsetzen was kommt und was nicht in die Produktpalette sollte. Eins ist nämlich auch klar, wenn man von seinem Produkt, sei es ein Kran oder sonst was selbst begeistert und überzeugt ist kann man dieses auch nach draußen gut vermitteln, da zählt am Ende dann auch nicht nur noch das rein kaufmännische sondern mehrere Faktoren. Auf jeden Fall sind die 1/50er Freunde in der letzten Zeit reich und toll belohnt worden was außergewöhnliche Modelle angeht, als Vertreter der "kleinen" könnte man fast Neidisch werden. Das tue ich aber nicht sondern erfreue mich mit denjenigen und hoffe auch auf "bessere" Zeiten in "unseren" Maßstab, früher war es ja mal eher umgekehrt.


Was aber auch bedacht werden sollte: wie sollen bitte schön z.B. bei Kibri entsprechende Verkaufszahlen zusammen kommen die eine Neuentwicklung rechtfertigen würden wenn einige die am lautesten was neues forderten noch nicht mal einen Kibri LTM 1400 in ihrer Sammlung hatten weil dieser ihnen zu teuer war ?? Auch wenn es nervt: auch hier muss ich es wieder betonen: seht euch mal auch da die 1/50er Szene an, ich muss mich immer wieder mehr wie positiv wundern was da alles so geht.


Generell muss man überhaupt den Hut ziehen wenn sich jemand an so etwas heran traut, -auch- oder gerade in Kleinserie, denn eines ist klar: da steckt eine ganze Menge mehr Arbeit, Kopfweh, Vorlauf, Wissen, Geschick, Kontakte und selbstverständlich auch finanzielle Risiken drinnen, von anderen Investitionen mal ganz abgesehen wie sich so manch einer vorstellt. Und wie es gehen bzw. wie man es machen kann zeigen ja auch hier wieder die Jung's aus der 1/50er Fraktion...oh siehe da sogar mit dem selben Thema: LTM 1500. Ob so etwas am Ende Erfolg hat muss sich dann noch zeigen, okay. Aber da ist man erstens so flexibel und mutig einen Wunschpreis zu Wählen der an seiner Obergrenze  mit 600,00 € doppelt so hoch ist wie die untere Grenze von 300,00 €. Die Jung‘s Organisieren sich, jeder der da mitmacht bringt seine Ressourcen, Kontakte und sein Wissen ein...Klasse !! Warum geht das bei den 1zu87igern eigentlich nicht..??

Vielleicht schreit bei den „großen“ keiner sofort danach wenn Bau bzw. Umbausatz aber bitte ohne Mast, uiui der könnte dann ggfls. nicht austeleskopierbar sein oder ähnliches, Teufel nochmal wie schrecklich, baue ich doch einfach selbst, Hauptsache der Rest ist "billig" und irgendeiner liefert den dann auch noch. Sind wir im kleinen Maßstab vielleicht alle zu kleinkariert geworden ?? Oder gibt’s denn wirklich so viele die den ganzen Tag Ihren Kibri LTM 1160-2 Tele am Ein und Ausschieben sind.. ?? Verflixt...hmmm geht ja gar nicht bei dem Modell, hätte ich ja fast vergessen und weil‘s nicht geht die Hersteller mit Vorwürfen überhäufen..?? Nein Spaß beiseite, auch bei dem Modell war es ein guter und eben preiswerter und technisch nötiger Kompromiss, das Modell gäbe es sonst nicht. Gehörig ausdiskutiert warum, weshalb und wieso das damals bei diesem Modell (LTM 1160-2) so gemacht werden musste wurde ja schon zur genüge. Jedenfalls lieber einen akzeptablen Kompromiss als gar nichts, auch in der Kleinserie.

Und was bei den Großserienherstellern unabdingbar ist um ein Original zu moderaten Preisen und den technischen Möglichkeiten in ein Modell umzusetzen muss dann erst recht den Kleinserienherstellern vorbehalten sein dürfen. Ohne so manchen Kleinserienhersteller gäbe es sicher so manches alte Modell aus der Großserie schon gar nicht mehr, so etwas lebt eben auch vom Varianten und Neu-Umbaureichtum, es würde ja langweilig werden. Zudem wird so mancher Sammler wie auch Modellbauer durch neues zu neuen Innovationen motiviert.


Generell und zum Abschluss: das man nicht jeden Preis für alles Zahlen muss und kann ist wohl auch klar, mir geht es da nicht anders. Sicherlich muss man sich nicht so mancher Preispolitik diverser Hersteller beugen, das ein oder andere ist da nicht nur überzogen sondern auch stellenweise voll daneben, dafür gab es gerade letztes Jahr ein paar schillernde Beispiele.


Also ihr 1/87er, organisiert Euch halt, es steht jedem frei so etwas ähnliches wie die 1/50er Jung's  zu machen. Ich könnte mir mehr wie gut vorstellen das so mancher Originalhersteller ein hochwertiges Großkranfertigmodell z.B. im „kleinen“ Maßstab sogar evtl. einem noch breiterem Kundenstamm näherbringen könnte wie z.B. eine zwar imposante aber dennoch sehr große CC 8800 oder die geplante LR 1750 in 1/50 die hinter keinen Schreibtisch mehr passt und am Ende noch vom Firmeneigenen AC 25 City-Class ;) durch das Bürofenster aufgebaut werden muss. Solche Geräte wären nämlich im H0 Maßstab noch immer groß genug. Tatsache ist eben auch das in H0 Maßstab doch mal dringend eine Verjüngung der Krane fehlt, egal von wem. Ein kleinerer LTM 1060 z.B. würde sicher genauso gerne genommen wie ein AC 60 City Class oder am Ende ein Highlight wie ein LTM 1400-1 oder eben AC 700 z.B. die aufgebaut in H0 genauso imposant sind wie in Fahrtstellung, schön verpackt. Diese lassen sich nämlich noch eher mal so ganz nebenbei einem Kunden und dessen Mitarbeiter z.B. als Geschenk oder für deren Shop in die „Hand“ drücken, mach das mal mit einer CC 8800 in 1/50, vom Preis mal ganz zu schweigen.

Als Industriemodelle ggfls. auch gut verkäuflich auf dem freien Markt Weltweit an die Hobbyisten und Sammler, vielleicht sogar zu einem wesentlich günstigeren Preis. Ich meine zumindest das Herpa das ja ähnlich händelt. Wie gesagt, ein Originalhersteller müsste eben mitmachen, ganz so wie es sich die 1/50er Fraktion im Moment vorstellt. Für einen Modellhersteller sind die Entwicklung und Formenkosten einfach zu hoch. Vom drauflegen konnte bisher noch keiner (Über)Leben.


Sorry für den langen Text, wie immer: da kam das eine zum anderen.
Also vielleicht wagt sich ja doch noch der ein oder andere Modellhersteller über einen Industrieauftrag an ein HO Modell(e) heran, das es nicht zwingend Kunststoff sein muss beweisen ja die Modell-Bahnhersteller deren HO-Fahrzeuge in Detailgenauigkeit einsame Spitze sind. Aber nicht vergessen: der Absatz und der Erlös muss halt auch stimmen.
Wie sagte ein guter bekannter im Forum zur Weihnachtszeit so schön:
.....und da darf ja auch mal geträumt werden !!! Ich träumte u.a. hier von einem Dreizeiler....;)....das hab ich nun davon.

Ich wünsche allen hier ein gutes und gesundes Jahr 2004

Mit freundlichen Grüßen aus Mainz am Rhein
Michael Heigert